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SPRACHFÖRDERUNG BEI (AUTISTISCHEN) KINDERN

TEIL 2: Projekt

PROBLEMSTELLUNG

Aufgrund der bisherigen Vorarbeiten kann man die Problemstellung wie folgt zusammenfassen: die Zielgruppe sind primär autistische Kinder zwischen 1 und 6 Jahren. Dazu gehört ihr Umfeld, im wesentlichen die Familie, die Therapeuten, und der Kindergarten. Ausgangslage ist die Diagnose, dass autistische Kinder aufgrund ihres psychischen Profils u.a. Sprache nicht so schnell und gut lernen wie andere Kinder im gleichen Alter. Dies führt oftmals zu sozialen Ausgrenzungen von der Altersgruppe; dies ist nachteilig für die Kinder.

Ein erstes großes Ziel könnte es sein, ein unterstützendes System zur Verfügung zu stellen, das das Umfeld partiell entlasten kann und zugleich Lernen effektiv unterstützt. Zusätzlich wäre es wünschenswert, wenn das unterstützende System in Verbindung mit vorhandener Technologie (PCs, Spielekonsolen, TVs…) nutzbar wäre und weniger als 1500 Euro kostet.

Nach bisheriger Einschätzung erscheint es möglich, dass der Spracherwerb deutlich verbessert werden könnte, wenn man

  1. situationsabhängig durch ein unterstützendes System jene Aufmerksamkeitsreaktionen ermöglichen könnte, die für das Kind zum Auffassen der entscheidenden sprachlichen Gegebenheiten notwendig sind.
  2. Ferner müsste das unterstützendes System 'wissen', wie das aktuelle Lernprofil des Kindes beschaffen ist und
  3. welche Lerninhalte mit Blick auf die zugehörige Altersklasse angezielt werden sollten.
  4. Schließlich müsste das unterstützendes System noch 'wissen', durch welche Interaktionen es dem Kind ermöglicht werden könnte, mit positiven 'Gefühlen' von diesen Möglichkeiten spielerisch Gebrauch zu machen.
  5. Natürlich müsste das unterstützendes System auch überprüfen können, ob und in welchem Umfang seine Interaktionen die gewünschte Wirkung erzielt haben.

Im Idealfall würde also das Kind 'von sich aus' 'gerne' das unterstützendes System nutzen und dabei 'spielerisch' möglichst viel von dem 'lernen', was es benötigt, um sich dem (sprachlichen) Verhalten seiner Altersgenossen möglichst weitgehend 'angleichen' zu können. Das unterstützendes System muss also in einer Weise im Umfeld des Kindes 'vorkommen', das dem 'natürlichen' Spiel- und Lernverhalten des Kindes so gut wie möglich entspricht.

Um diese Aufgabenstellung einlösen zu können bedarf es einer sehr guten Kenntnis des Spiel- und Lernverhaltens sowohl auf Seiten der autistischen Kindern wie auch auf Seiten der Altersgruppe, die nicht autistisch ist.

Das unterstützendes System müsste also idealerweise sowohl in der Lage sein, nicht-autistische Kinder in ihrem Lernverhalten zu unterstützen wie auch autistische Kinder. Im Wissen um beide Lerngruppen könnte das unterstützendes System den autistischen Kindern helfen, sich in die Richtung ihrer Altersgruppe zu entwickeln, ohne 'dogmatisch' zu werden. Eine solche 'falsche Dogmatik' wird dadurch minimiert bzw. ausgeschlossen, dass das autistische Kind selbst darüber bestimmt, ob und wie und wie lange es mit dem unterstützendes System interagieren möchte.

TEAM & PARTNER

Das Projekt 'Lernunterstützung für den Spracherwerb autistischer Kinder' besteht sowohl aus einem Team von Studierenden des interdisziplinären Masterstudienganges BaSys (Barriefreie Systeme) der FH Frankfurt am Main unter Begleitung von Prof.Dr.Gerd Doeben-Henisch in Zusammenarbeit mit mehreren KollegenInnen der FH Frankfurt; dies in enger Kooperation mit Prof.Dr.Alexander Mehler und seinem Team von der Goethe-Universität sowie mit Microsoft Deutschland, insbesondere mit dem Schlaumäuse-Projekt von Microsoft und der Firma Helliwood (Berlin). Dazu kommen mehr und mehr Eltern von autistischen Kindern sowie therapeutischen Einrichtungen für autistische Kinder (eine detailliertere Beschreibung der Projektmitglieder folgt).

ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

Um das zuvor skizzierte Ziel eines unterstützenden Systems im selbstbestimmten Spiel- und Lernverhalten von autistischen Kindern erreichen zu können, müssen zahlreiche Vorarbeiten geleistet werden. Einige davon sind die folgenden (sie gelten jeweils für autistische und nicht-autistische Kinder):

  1. Zusammenstellung der wichtigsten altersgruppenspezifischen Lerninhalte für Kinder zwischen 1 und 6 Jahren (milieuspezifisch!)
  2. Zusammenstellung der wichtigsten altersgruppenspezifischen Interaktionsmodelle
  3. Erarbeitung der idealen Schnittstellen für die Interaktion
  4. Erarbeitung der verfügbaren (und bezahlbaren) Technologien für die idealen Schnittstellen
  5. Erarbeitung von geeigneten theoretischen Modellen zur Repräsentation des aktuellen Lernzustandes (IST)
  6. Erarbeitung von geeigneten theoretischen Modellen zur Repräsentation von 'gewünschten' Lernzuständen (SOLL)
  7. Erarbeitung von geeigneten theoretischen Modellen zur Ermittlung einer aktuell bevorzugten Interaktion, um von einem gegebenen Lernzustand zu einem 'gewünschten' Lernzustand hin zu führen
  8. Erarbeitung von geeigneten theoretischen Modellen zur Überprüfung der 'Wirkung' einer Interaktion im Hinblick auf ein gesetztes Lernziel

LÖSUNGSIDEE

ROADMAP

LITERATURHINWEISE

PUBLIKATIONEN VON PROJEKTMITGLIEDERN

de/home/kinder/projekt.txt · Zuletzt geändert: 2014/11/24 13:53 (Externe Bearbeitung)